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Sie sind Balsam für Herz und Seele

Ein Highlight im Hospiz Bad Münder sind jeden Mittwoch die Besuche von Jette, Jule und Nomsa.

Sie sind ausgebildet in der Tiergestützten Therapie.

„Doch die Besonderheit in der Begleitung von schwerstkranken Menschen kann man nicht ausbilden“, so Ulrike Thiemann. Sie hat gespürt, dass diese Labradore für die Begleitung am Lebensende ein besonderes Einfühlungsvermögen haben und darauf hat sie in Ihrer Arbeit mit den Hunden aufgebaut.

Einmal in der Woche stehen die sensiblen Tiere unseren Gästen für eine Zeit zur Seite.

„Sie sind Balsam für Herz und Seele, besser als Medikamente!“, sagte ein Gast von uns und schien mehr als zufrieden als er die feuchte Nase an seiner Hand spürte.

Trauerbegleitgruppe für Zugehörige

Flyer Trauerbegleitgruppe 2019

Akutelles

Eintausend Mark für die Arbeit im Hospiz Bad Münder

Anonyme Spende per Post zugesandt

In einem unscheinbaren Umschlag mit einem Adressaufkleber für das Hospiz Bad Münder in der Deisterallee 59 findet Andreas Przykopanski beim Öffnen zwei ungebrauchte Fünfhundert-D-Mark-Scheine. Kein Absender ist angegeben, nur der Hinweis auf dem Poststempel weißt auf das Briefzentrum in Hannover hin.

„Rücklagen von früher für Ihre Arbeit von heute“ steht auf einem beiliegenden Aufklebezettel.                Als Geschäftsführer informiert Andreas Przykopanski die Hospizleiterin Stephanie Kaiser von dieser Überraschung. Es ist die erste anonyme Geldspende für das stationäre Hospiz. Zunächst musste sich erst einmal schlau gemacht werden, wie aus der DM Euros werden.

Wer beim Aufräumen einen Packen alter D-Mark-Scheine findet, sollte ihn zur nächsten Filiale der Bundesbank bringen und in Euro umtauschen. Beeilen muss man sich da nicht: Das Umtauschrecht zum offiziellen Kurs von rund 51 Cent für eine Mark (1 Euro = 1,95583 DM) gilt unbegrenzt. So wurden die beiden neuen DM-Scheine bei der Bundesbank in Hannover umgetauscht. Insgesamt sind so 511 Euro und 29 Cent dabei herausgekommen.

Von dieser Spende sollen neue Sonnenschirme für die Terrassen vor den 6 Gästezimmern am grünen Deisterhang mitfinanziert werden.

In die Spendendosen können also beruhigt DM-Scheine und DM-Münzen eingeworfen werden. So kommen die alten Rücklagen der gemeinnützigen Arbeit von heute zu gute.

Hand in Hand für Norddeutschland Unterfahrbare barrierefreie Hochbeete im Hospizgarten

"Hand in Hand für Norddeutschland" - unter diesem Motto wird einmal im Jahr eine multimediale Benefizaktion von allen Landesfunkhäusern, den Hörfunkprogrammen, dem Fernsehen sowie NDR.de realisiert. Mit dieser Programmaktion wird das soziale, gesellschaftliche Engagement des NDR zugunsten einer jährlich wechselnden Organisation gebündelt. So wurde der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. bei der Spendenaktion bedacht. Das stationäre Hospiz in Bad Münder liegt mit seinen 6 Plätzen am grünen Deisterhang der Kurstadt. Der Aufenthalt im Hospizgarten bietet den Gästen die Möglichkeit, die Natur mit all ihren Schönheiten in den verschiedenen Jahreszeiten ganz intensiv zu erleben. Der Garten kann zur Ruhe und Entspannung einladen, aber auch einen Halt geben. Viele Gäste haben selbst einen Garten gepflegt und ihnen ist es hierdurch noch mehr möglich, die eigene Biographie zu bearbeiten. Ob allein oder in Gesellschaft der Zugehörigen und auch der anderen Hospizgäste: hier in Bad Münder hat jeder die Gelegenheit sich an dem Duft der Blumen, dem Wind auf der Haut und der frischen Luft zu erfreuen. Barrierefreie Wege in den Hospizpark, blühende Beete und ein kleiner Gartenteich laden zum Verweilen ein und schenken Zeit der Besinnung. Jedem Hospizgast steht mit seinem Zimmer ein Zugang zur eigenen Terrasse, aber auch eine Gemeinschaftsterrasse zur Verfügung, sie sind mit dem Rollstuhl und dem Bett befahrbar. Der Lebenskreis hat in der Natur seinen Ursprung. Blumen blühen, Wälder wachsen, frische und bunte Farben der Blüten spiegeln das Leben wieder. Sinnfindung kann während des Aufenthaltes eines Hospizgastes eine wichtige Rolle spielen. „Wie fülle ich meinen Tag mit ein wenig Freude oder einer Aufgabe, wenn ich alles erledigt habe, was mir Bezug auf mein Lebensende wichtig erscheint?“ Kürzlich gab es den Wunsch eines Gastes, eine Paprikapflanze zu säen. Eine Zeit der traurigen Stimmung und auch Verzweiflung im Ungewissen, wann das Lebensende wohl kommen mag, schien mit der Aufgabe und der Freude daran, wie diese kleine zarte Pflanze langsam Früchte trägt, etwas in den Hintergrund zu treten. Mehrere Mahlzeiten mit Atmosphäre konnten von ihm genossen werden und mit Stolz bot er nicht nur dem Personal, sondern auch anderen Hospizgästen eine kleine grüne Paprika an. Es wuchs etwas, was man gar nicht in Worte fassen kann. Als diesem Gast langsam die Kräfte schwanden und er erst auf den Rollstuhl und später nur auf´s Bett angewiesen war, fiel es ihm schwer, sich weiter um seine Paprikapflanze zu bemühen. Das Team der Pflegefachkräfte sorgte für seine pflegerische Versorgung. Die Ehrenamtlichen versorgten nun die Pflanzen. Ein Abschied seiner Selbstständigkeit, der ihm sichtlich schwer fiel.

"Immer mehr wuchs der Gedanke daran, die Bepflanzung von Beeten fest in den Hospizlauf zu integrieren. Barrierefrei- das wäre wunderbar!" so fasst Hospizleiterin Stephanie Kaiser die Projektidee zusammen, " So sind wir zu dem Entschluss gekommen, einen Teil unseres bodenebenen Beetes zu bepflastern und Hochbeete zu erschaffen, welches allen Gästen in jeder Lebenssituation Zugang bieten soll."

Diese barrierefreien Hochbeete geben Rollstuhlfahrern auch im Sitzen aktiv die Möglichkeit, die Bepflanzung zu pflegen. Auch Gäste, welche im Bett auf die Terrasse gefahren werden, können sich direkter an den Blumen, Gemüsen oder Gartenkräutern erfreuen und sich möglichst lange Selbstständigkeiten erhalten. Im Hospiz wurde die Menüversorgung unserer Gäste umgestellt. Die Hochbeete stehen nun in der unmittelbaren Nähe der Küchenterrasse. Auch hier sehen wir die Möglichkeit, noch mehr in der alltäglichen Zubereitung der Mahlzeiten durch frische Kräuter und ausgewähltem Gemüse einen großen Nutzen aus den Beeten zu ziehen.

Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) hat dieses Projekt mit 3.000,00 € gefördert, bedankt sich Geschäftsführer Andreas Przykopanski beim DHPV-Geschäftsführer Benno Bolze, "sonst hätten wir es nicht umsetzen können."

 

 

Deutsche Fernsehlotterie fördert neue Küche im Hospiz Bad Münder mit 12.224,00 Euro

„Auf Essenswünsche einzugehen heißt, die Würde des Menschen zu akzeptieren.“

Die Deutsche Fernsehlotterie fördert mit 12.224 Euro eine neue Küche im Hospiz

Das stationäre Hospiz in Bad Münder, eine Einrichtung der AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH, wurde am 20.12.2007 eröffnet und bietet palliative Versorgung für bis zu 6 Gäste. Das Hospiz liegt am grünen Deisterhang und wurde auf den Fundamenten des ehemaligen Schwesternwohnheimes der Deister-Süntel-Klinik (Akutkrankenhaus) erbaut. Alle 6 Gästezimmer sind nach Süden ausgerichtet.

Als kleine familiäre Einrichtung ist das Hospiz auf die Bedürfnisse der Gäste ausgerichtet und bietet eine liebevolle und respektvolle Atmosphäre in der letzten Lebenszeit. Dabei spielt auch die Speiseversorgung eine wichtige Rolle, die so bedürfnisorientiert wie möglich gestaltet werden soll, um den Hospizgästen ihre gewünschten Mahlzeiten anbieten zu können.

Da die Gäste ihre letzten Lebenstage bei in diesem Haus verbringen, zählt jeder Tag und jede Mahlzeit kann von besonderer Bedeutung sein. Aus den alltäglichen Begegnungen und Gesprächen mit Hospizgästen, ihren Angehörigen und Freunden ist der Wunsch gewachsen, eine Küche wie für eine große Familie einzurichten, in der Mahlzeiten für bis zu 12 Personen frisch und warm zubereitet werden könnten. Dadurch bestünde dann die Möglichkeit die Lieblingsmahlzeiten der Gäste anbieten zu können.

Gemeinsame Mahlzeiten mit Zugehörigen, ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und dem Hospizteam sind ein zentraler Bestandteil des Palliative Care Konzept des Münderschen Hospizes. Daher wird Mitarbeit in der Versorgung gewünscht und unterstützt.

Mit der Umstellung auf die mögliche eigenständige Mahlzeitenversorgung soll den Gästen ein weiterer Baustein für ein selbstbestimmtes Leben in Geborgenheit ermöglicht werden. Speisen am Ende des Lebens Hospizleiterin Stephanie Kaiser weiß zu berichten: "Essen bedeutet in einem Hospiz mehr als Nahrungsaufnahme. Am Ende eines Lebens ist es eine der wenigen Freuden, die den Menschen bleibt. Viele der Gäste können aufgrund ihres körperlichen Zustands nicht mehr viel, wie etwa nach Draußen gehen. Mahlzeiten strukturieren daher den Tag. Sie können eine willkommene Abwechslung sein und zugleich ein Gefühl von Sicherheit geben."

 

Die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Gäste stehen im Mittelpunkt, sie werden als Versorgungbedarf wahrgenommen und verstanden. Mit Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung wird den Gästen in einer offenen und aufrichtigen Form begegnet. Der Fokus dieser Arbeit richtet sich daher auf die Gefühle, die Biographie und die Bedürfnisse jedes einzelnen Pflegebedürftigen- auch bei der Speiseversorgung!

 

Geschäftsführer Andreas Przykopanski hat auch Zahlen parat: "21 Tage blieben die Patienten 2017 im Schnitt in unserem Hospiz. Manche verbringen Monate dort, andere sterben nach wenigen Tagen. Es geht darum, wo sich dem Sterben noch Leben abringen lässt. Jede Mahlzeit könnte die letzte sein." Keine Schonkost Es gibt keine Schonkost, denn niemand ist hier, um wieder gesund zu werden.

Es soll das geben, worauf die Gäste Lust haben und was sie an schöne Zeiten erinnert. Also gibt es Hackbraten, Wirsingtopf, Erbsensuppe, Grünkohl, Nudeln mit Gulasch, Kartoffelauflauf, Hähnchenschenkel, Käselauchsuppe, Bohnenstampf mit Frikadelle. Bei Bedarf wird püriert. Soße ist wichtig, weil die Gäste ihr Essen leichter schlucken und das Gemüse darin zerkleinern können.

Nach kurzer Zeit wissen die Hospizmitarbeiter bereits genau, was die Gäste mögen und versuchen ihnen jeden Wunsch zu erfüllen. Teller und Tabletts werden ansprechend dekoriert. „Auf Essenswünsche einzugehen heißt, die Würde des Menschen zu akzeptieren.“ und „Essen ist ein sehr elementares Bedürfnis, das mit Genuss und Leben gleichgesetzt wird“, wissen alle im Hospizteam. Dazu gehört auch die ehrenamtliche Mitarbeiterin Rita Mielczarek, die gerne backt und kocht.

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